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Fußball-WM in der LA CASA DEL HABANO Leipzig

Liebe genußrauchende Fußballfreunde,
wie in den letzten Jahren machen wir auch bei dieser Weltmeisterschaft an einigen Abenden in den nächsten vier Wochen eine Ausnahme von der fernsehbildfreien Genußoase und möchten Sie einladen, Ihre Abende zwecks gemeinsamer sportlicher Ertüchtigung (zumindest für die Augen) bei uns zu verbringen. Wir zeigen auf Großbildleinwand zwei der drei deutschen Gruppenspiele, das (hoffentlich) "deutsche" Achtelfinale sowie alle Spiele ab dem Viertelfinale.

Hinweise: Die Anzahl der Gäste ist auf jeweils 25 begrenzt. Voranmeldungen sind erforderlich (eMail, telefonisch, persönlich) - Wer zuerst meldet - mahlt zuerst. Am Finaltag bzw. wenn jemand zu den 20-Uhr-Spielen erst nach Ladenschluß erscheint, nehme man bitte ein Mobiltelefon mit, da der Einlaß am Sonntag und nach 20 Uhr über den (in der Regel verschlossenen) Seiteneingang erfolgt. Rufen Sie dazu bei Ihrem Eintreffen unter 0341/9628982 an, damit Sie eingelassen werden. Gern dürfen Sie auch tolerante nichtrauchende Begleitpersonen (ab 18 Jahren) mitbringen. Wir bitten jedoch um Beachtung, daß unsere Lokalität eine Zigarrenlounge ist und auch in dieser Art vorrangig genutzt werden möchte.

Gruppenspiele:
Sa 23.06. 20 Uhr: Deutschland - Schweden  |  Mi 27.06. 16 Uhr: Südkorea - Deutschland

Achtelfinale (je nach deutscher Beteiligung):
Mo 02.07. 16 Uhr oder Di 03.07. 16 Uhr

Viertelfinals:
Fr 06.07. 16 Uhr  |  Fr 06.07. 20 Uhr  | Sa 07.07. 16 Uhr  | Sa 07.07. 20 Uhr

Halbfinals:
Di 10.07. 20 Uhr  | Mi 11.07. 20 Uhr

evtl. Spiel um Platz 3 (nur bei deutscher Beteiligung):
Sa 14.07. 16 Uhr

Finale:
So 15.07. 17 Uhr

fussball casa

 

CONDORs Columne 30: Die Höflichkeit der Könige

Das Neue Rathaus zu Leipzig wird von einer auffälligen Uhr mit kobaltblauem Zifferblatt verziert, welche die Aufschrift "Mors certa, hora incerta" trägt. Wer sich dem Stadtzentrum von Süden über den Peterssteinweg nähert, kommt kaum umhin, immer wieder zu lesen, dass der Tod gewiss, die Stunde aber ungewiß ist. Die Schlußfolgerung daraus ist jene, daß Zeit, für uns immer Lebenszeit, ein kostbares Gut ist. "Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden, und die dem Menschen doch das Kostbarste stehlen, die Zeit." Dieses Zitat wird Napoleon Bonaparte zugeschrieben, der gleichwohl einer riesigen Zahl von Menschen Lebenszeit stahl, indem er sie schlicht umbringen ließ, mit diesem Satz aber ganz recht hatte. Denn der Umgang mit der Lebenszeit unserer Mitmenschen charakterisiert uns, wie kaum etwas anderes. "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige", heißt es. Dem ist so, und entsprechend unköniglich sind wir unterwegs. Die allgemeine Unpünktlichkeit hat uns im Griff wie eine Flut. Man kommt und geht rücksichtslos zu spät. Mochte es für viele DDR-Bürger eine Bagatelle sein, zu spät zur Arbeit zu erscheinen, während im Westen die berufliche Existenz davon abhing, dies möglichst zu vermeiden; jedoch als sich Deutschland vereinigte, wunderten sich die Ossis, wie - vornehm ausgedrückt - unverbindlich das Gros der Westler mit diversen privaten Verabredungen umging. Mancher hörte, am Tag nach einem nicht erfolgten Treffen, am Telefon den gutlaunig gesprochenem Satz: "Ach was denn; du warst wirklich da?" Oft fehlte bloß noch das schallende Gelächter. Es schien unbegreiflich, wie ein Land, dessen Erfolg von Pünktlichkeit abhängt, Menschen hervorbringen konnte, denen es schnurzepiepe war, andere warten zu lassen oder zu versetzen. Das Geheimnis liegt in der Macht. Wer andere warten lässt, schwingt sich zum Herrscher über ihre Lebenszeit auf. So wird man zum kleinen, aber eben auch sehr unhöflichen König, egal ob man eigentlich Arzt, Anwalt, Beamter, Handwerker oder einfach nur der letzte Kneipengast ist. Nur wer uns wichtig ist, wird von uns durch Pünktlichkeit geehrt. Jene, von denen wir uns etwas erhoffen, dürfen uns getrost warten lassen. Die wir warten lassen hingegen, betrachten wir von oben. Treten und getreten-werden. Es gibt Zeitgenossen, deren Erscheinen man getrost beim Genuss von großformatigen Zigarren abwarten kann. Und es gibt Zeitgenossen, die stecken sich eine extragroße Zigarre an, nur um uns warten zu lassen. So geschehen, als Maestro Leonard Bernstein das gesamte New York Philarmonic Orchestra warten ließ, weil er in seiner Garderobe eine Prominente genoß. Gut, der durfte das. Wenn uns unter den gegebenen Umständen Leute aus anderen Kulturkreisen immer noch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit bescheinigen, wie erst mag es in deren heimischen Pfuhlen der Beliebigkeit zugehen? Das berühmte mittelamerikanische „mañana” läßt grüßen Es heißt zwar „morgen“, bedeutet aber im günstigsten Fall „vielleicht“, zumeist „nie“. Bleibt die Frage, warum man sich überhaupt verabredet. Sei bitte pünktlich, heißt es. Es zielt auf den Punkt, wo jemand zur rechten Zeit am rechten Ort sein soll. Und mehr kann man ja im Leben kaum erreichen. Wer das nicht einsieht, braucht eigentlich weder Uhr noch Telefon noch Sprache überhaupt. Eine entwickelte Kommunikation ist evolutionär ebenso von Vorteil, wie eine effektive Organisation, denn man kann sich verabreden. Und Verabredungen, so sie denn eingehalten werden, sparen u.a. Zeit. Wer Zeit spart, erreicht mehr. Wer mehr erreicht, hat mehr. Und wer mehr hat, er wird früher oder später erleben, daß ihm die Unzuverlässigen, die Trödler, Zeitschuldner, Schludersäcke und Schlampen ans Eingemachte und ans Fell wollen.

Auf den Spuren der Mayas in Honduras unterwegs

Honduras

Dirk Kinne hat sich dieses Mal für die Weiterbildung „geopfert“ und die Strapazen auf sich genommenen, letzte Woche gemeinsam mit einigen deutschen Händlerkollegen nach Honduras zu reisen. Besucht wurden unter anderem die Fabrikationen von Maya Selva und Nestor Plasencia.
In Tegucigalpa gab Maya Selva abends eine Party, zu der auch der deutsche Botschafter in Honduras die Gäste aus Deutschland begrüßte.
Vielen Dank an unseren Lieferanten Kohlhase & Kopp für die Organisation.

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CONDORs Columne 29: FRÜHVOLLENDET

Eine mir bekannte Condorin hat drei Eier ins Nest gelegt und ist jetzt am Brüten. Nicht nur im direkten, sondern auch im übertragenen Sinne. Sie ahnen vielleicht, dass Condore eher vom Aussterben bedroht sind als Blödiane, Zigarrendödel oder Wanderratten, und daß es etwas sehr Seltenes ist, wenn bei unsereinem gleich drei Eier im Nest landen. Die Gute gibt sich denn auch alle erdenkliche Mühe mit dem Nachwuchs. Umso schlimmer, daß gerade bei ihr eine besondere Form von Schwangerschaftsdepression, die Condor-Eier-Zukunftsangst, zuschlägt. Regelrecht Panik empfinde sie, was aus den Eiern schlüpfen werde, gestand sie mir. Um Himmels Willen, sagte ich und fragte, wie sie auf derartig abseitige Ideen käme. Da weinte sie ein bißchen und erklärte, daß sie dieser Tage von einem zehnjährigen Kind namens Desmond Napoles aus New York erfahren habe, das bunte Kleider, Federschmuck und Make-up trägt, aber eben nicht, um Indianer zu spielen, sondern um als Drag Queen rüberzukommen. Der Zehnjährige, der seinen Eltern bereits vor Jahren von seinen Gefühlen für andere Jungs berichtet hatte und sich mittlerweile selbst öffentlich als schwul bezeichnet, habe bereits vor Jahren an der New Yorker Gay Pride teilgenommenen. Seine Mutter hat längst eine Facebook-Fanpage für ihren Filius eingerichtet. Unter „Desmond is Amazing“ postet das Medium unaufhörlich Schnappschüsse und Statements an tausende Fans und Follower. Der vermeintlich selbstbewusste Frühvollendete powert die Botschaft: „Du kannst dich ausdrücken, wie du willst.“ Neben der offiziellen Homepage und dem Instagram-Account betreibe der Knirps mit dem Drag-Club „Haus of Amazing“ – ein Netzwerk für minderjährige Drag-Queens, weil er überzeugt sein soll, nicht der Einzige seiner Art zu sein. So weit so, äh, gut. Vielleicht hat ja irgendwann irgendein wichtiger Grölemeyer gesungen: „Kinder tragen Fummel – Kinder an die Macht“. Während im Big Apple diese Show läuft, und Desmond im Fummel und mit High-Heels im Internet zur Schau gestellt wird, geraten Menschen unter Mißbrauchsverdacht, bei denen man Strandfotos ihrer leicht bekleideten Kinder fand, stehen Väter vor Gericht, die stolz Fotos ihres Nachwuchses posteten, werden Shitstorms gegen alle und jeden entfacht, die in den Verdacht geraten, irgendetwas mit Kindern, Sexualität und Arbeit durcheinanderzubringen. Ein niederländischer Geiger und Orchesterleiter geriet unter Strafe und in Kritik, weil er einen Kinderchor nach 23 Uhr zum Schlussapplaus auf die Bühne treten ließ.
In Anbetracht der ausufernden Hybris sollte man sich getrost ein paar Fragen stellen. Beispielsweise die, durch wen der geschäftsunmündige Knirps von der Gay Pride erfuhr. Hat er den eigenen Wagen dorthin chauffiert? Vor allem aber die wichtigste: Warum das alles? Nicht, daß da im Schatten des so herrlich selbstbestimmten Dreikäsehochs am Ende vielleicht doch irgendwelche Leute beim Tanz ums Goldene Kalb abdrehen.
Die brutdepressive Condorin wird jedenfalls von dem Alp geplagt, daß ihre seltenen Eier in den Pfannen von Feinschmeckerrestaurants schmurgeln, oder aber aus ihnen Jungcondore schlüpfen, die sich mit fremden Federn schmücken und nichts zur Erhaltung ihrer gefährdeten Art beitragen mögen. Laß man, und brüte weiter, sagte ich. Ein Condor kann nur mit eigenen Federn fliegen. Und Drag Queen können weder Jungcondor noch Knirps sein, weil solches laut Wikipedia “ein Mann ist, der in künstlerischer oder humoristischer Absicht durch Aussehen und Verhalten eine Frau darstellt“. Achtung! Kinder- und Jugendschutz geht alle an. Sogar Kinder. Zigarren gibt es schließlich auch erst ab 18.