19. Juli 2012

Neu im Humidor: DAG, ein Name, den man sich merken sollte

Vor einigen Wochen haben wir die Zigarren der neuen Marke DAG in unser Sortiment aufgenommen. Diese Puros (Zigarren aus Tabaken eines Anbaugebietes) belegen auf eindrucksvolle Art und Weise, welche Klasse dominikanische Tabake erreichen können, wenn sie nicht im Sinne des Mainstreams mit Tabaken anderer Anbaugebiete vermischt werden. Die dunkel und ölig im Farbton Colorado-Maduro glänzenden und ausnehmend kunstvoll verarbeiteten Zigarren werden in der Tabacalera Altagracia in Santiago de los Caballeros gefertig. Ihr Spiritus Rector ist der in Linz geborene ehemalige Bauunternehmer Günther Schichl, der auf mehr als einhundertjährige Erfahrungen seiner dominikanischen Partner, der Familie Carbonell, vertrauen kann. Als Spezialität der Herstellerfamilie gilt die Verarbeitung des ursprünglichen Criollo dominicano aus dem Cibaotal. Für die Einlage der Zigarren teilt der Hersteller folgende Tabakarten mit: Piloto Cubano / Olor Dominicano / Criollo Cubano 98; Umblatt und Deckblatt bestehen aus Criollo Cubano 98. In der Tat erinnern die Zigarren rein äußerlich an klassische Havannas.
Wir können Ihnen DAG-Zigarren in allen vier interessanten Formaten anbieten, von denen das der “El Gorrion“ (165 x 16,7) zum Preis von 7,50 € das kleinste ist. Neben ihm existieren das eindrucksvolle Großformat „El Jabali“ (195 x 20,6 – 10,50 €) und zwei Figurados, die „La Espada“ (160 x 20 - 9,50 €) - ein hübsch gebauter Torpedo und die „La Finca“ (147 x 21 - 14,00 €), eine stumpfe, konisch geformte Piramide. Ihnen gemein ist eine erstklassige Verarbeitung und eine Rauchzeit von 120 Minuten. Bei „El Gorrion“ und „El Jabali“ freut sich der Conaisseur über liebevoll getürmte Zöpfchen und verspürt Wonne beim Anblick der feingeäderten und absolut homogen aufliegenden Deckblätter.
Im Kaltgeruch verströmen die Zigarren vornehme Holz- und Lederaromen sowie eine unbestimmte, dezent fruchtige Süße. Sofort nachdem Zünden entfaltet sich eine große Intensität von Holzaromen, Rösttönen, Kaffee- und Kakaoaromen und erdiger Kraft. Die Zigarre mutet männlich an, eine feine Süße hält sich kaum merklich im Hintergrund. Das Interessanteste an ihnen ist ihr ausgefallenes Säurespiel. Man kann ihnen Stärke 7-8 attestieren. Herrlich entwickelt sich der würzige Rauch in der Nase. Wer sie geraucht hat, wird bestätigen, dass die Zigarren außerordentlich aristokratisch anmuten. Ausfälle im Sinne von Bitternis oder Schärfe finden nicht statt, auch wenn die Tabake nicht zu den ältesten gehören. Die Zigarren haben also durchaus „Potenzial“. Ansprechend ist auch das problemlose Zug- und Brandverhalten, wenngleich die „La Finca“ einige Ansprüche an die Rauchtechnik stellt. Vornehme Klasse-Zigarren mit erfreulich zurückhaltender Preisgestaltung, die sich vor den Puros der „Puro d’ Oro“–Serie von Davidoff keinesfalls verstecken müssen. Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht zum beginnenden Hochsommer, oder?

P.S. Die kürzlich erschienene Ausgabe des „Cigar Journal“ 2/12 bescheinigt der DAG „El Gorrion“ 93 Punkte.

DAG-Zigarren

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