Neu: H. Upmann Magnum 50

Wer die 2005er Limitada aus dem Hause Upmann in angenehmer Erinnerung hat, der wird die Wiederkehr der Upmann Magnum 50 als nunmehrige Serienzigarre mit Freude und Spannung erwartet haben – nun sind die ersten Exemplare eingetroffen. Ein ehrfurchtgebietendes Format mit einem Ringmaß von 50 und einer Länge von 160 mm, doppelte Bauchbinde, Cabinetkiste – so präsentiert sich das neuerklärte Flagschiff des Hauses H. Upmann; so weit so gut.
Indes verströmen die dicken Tanten bereits im Kaltzustand einen noch gar zu jugendlichen Duft, der nicht recht zu ihrer Breithüftigkeit passen will. Ein Eindruck, der sich nach dem Zünden bestätigt. Wer glaubt, alsbald mit dieser neuen Spitzenzigarre einen erklecklichen Flirt eingehen zu können, der sei gewarnt. Das Wichtigste, was die Zigarren mit dem Boxingdate 3/08 dem erkundungsfreudigen Genießer auf eindringliche Art und Weise beibringen, ist das Verständnis dessen, was es heißt, das berühmte kritische Jahr abzuwarten. Will heißen, sie konfrontieren den Raucher mit jeglicher jugendtypischer Abbrandproblematik und deuten vorerst nur sehr eingeschränkt ihre geschmacklichen Möglichkeiten an. Zwar zeichnen sich zunächst feine Röstaromen ab und die upmannspezifische Holzaromatik ist spürbar, doch werden alle Finessen bereits ab dem 2. Drittel von einer wenig vornehmen Brandaromatik überlagert, die eine eintönige aber deutliche Sprache spricht und in eben dieser zu flehen scheint:

Bitte bitte laßt mich erst noch reifen!

Upmann-Zigarren gewinnen bekanntlich beim Reifen an Kraft und Biß, jugendlich mögen sie kakaoig zart daherkommen, ausgereift hingegen verlangen sie einen erfahrenen Aficionado, der deutliche Würze zu schätzen weiß. Was bei der feinen Piramide No. 2 funktioniert - jung sanft zu rauchen, im Alter kraftvoll; verwehrt die Magnum 50 vehement. Ihre Einlagetabake sind wohl eine Mischung aus kräftig und sanft, die sich erst noch zusammenraufen müssen. Sie ist keine Dame für den schnellen Genuß, sondern eine Lady die in ferner Zukunft erschlossen werden will. Man sollte sie überwintern lassen und sich ihr dann ohne Eile nähern, allein ein Leichtgewicht wird sie mitnichten sein. Aber das war ihre fulminante Vorfahrin von 2005 auch nicht.
Unbedingte Empfehlung: Unterdessen das optimal gereifte Großformat „Upmann - Sir Winston“ (Boxingdate 2/05- Ernte 02) bei uns zum alten Preis von 15,00 Euro (neuer KVP 16,00 Euro) erwerben, üppig schwelgend genießen und dabei der 12,00 Euro-Magnum beim Reifen zusehen – voller Zuversicht und Vorfreude.

H. Upmann Magnum 50

 

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