Edición Limitada + Edición Regionales 2010

Hier kommen nun die ersten drei verfügbaren und bereits mehrfach gerauchten Exemplare an die Reihe:

Ramón Allones Belicosos der Exclusivo Alemania der Edición Regionales 2010

Die Freunde kräftiger Habanos haben sie mit Spannung erwartet, die Belicoso mit den zwei Zigarrenringen. Keiner dürfte vermutet haben, daß diese Zigarre ein Leichtgewicht werden würde – und doch, der erste nasale Eindruck der kalten Zigarre lässt staunen; milde, leicht süßliche Düfte entströmen der hübsch gerollten Zigarre, etwas von trockenem Espenlaub, Süßholz, eine Ahnung leicht harziger Noten und, nun ja, sogar leichter Tabakduft. Im Vergleich mit der Specially Selected allerdings spielt sie die Rolle der unbedarften Jungfrau.
Sofort nach dem Zünden korrigiert die Ramon Allones diesen sanften Eindruck. Man ist überrascht; so intensiv steigt keine andere Zigarre der Marke ein. Sofort ist cremige Rauchfülle präsent, die durchaus, und das mag an der Jugend der Zigarre liegen, leicht pfeffrige Nuancen an Zungenspitze und in der Nase aufweist. Feine Röstaromen, kräftiger Geschmack nach Marone und Pistazie, dezent kombiniert mit dem süßen Duft von Akazienblüten prägen das erste Drittel. Zwei Tester verspürten Vanillearomen, zwei weitere nussige Töne. Im weiteren Rauchverlauf kommen animalische Nuancen hinzu, die jedoch ebenso wenig dominant werden wie die holzigen Aromen, die sich eher so entwickeln, als wehe einem im Vorbeigehen der Duft frisch geschlagener Laubhölzer zu. Anklänge von fruchtigen Aromen werden sich bei der weiteren Entwicklung dieser Zigarre bereits in Bälde deutlicher hervorheben – Ramon Allones sind trotz ihrer Stärke als schnell reifende Habanos bekannt. Selbst eine Gigante erricht ihren geschmacklichen Höhepunkt binnen vier Jahren. So lange wird man bei der Belicoso nicht warten müssen. Die Tester gaben ihrer Zuversicht Ausdruck, daß die Zigarre bereits in einem halben Jahr harmonisch schmecken wird. Ein Genuß der Extraklasse ist sie jetzt schon. Jeder der gern aromatische Habanos schmeckt, wird begeistert sein, denn das wesentliche Charakteristikum der Zigarre liegt in einer ausgesprochenen Saftigkeit, wie man sie sonst vor allem von guten Chargen der Montecristo No. 2 kennt. Zwei gute Botschaften bleiben schlußendlich zu verkünden: das ausgewogene Preis-Leistungs-Verhältnis (Rauchzeit von 70 bis 90 Minuten bei einem Preis von 10,50 €) und die wunderbare Nachhaltigkeit. Nach dieser Habano braucht es am Abend keine zweite. Die schlechte Nachricht ist nur für den eine schlechte, der jetzt nicht reagiert; denn die herrlichen Dinger sind einmalig und limitiert – ganze 2.000 Kisten für 80 Millionen Bundesbürger und ihre Gäste. Wer im Internet stöbert, wird es wissen; obwohl gerade erst auf dem Markt, wird die Zigarre bereits von Aficonados aus Russland, Frankreich, Italien und anderen Ländern gepriesen.

Ramón Allones Exclusivo Alemania der Edición Regionales 2010

 

Trinidad Short Robusto T der Edición Limitada 2010

In der Markenpyramide stehen die Habanos der Marke Trinidad unmittelbar unter den Cohibas, müssten also, um es volkstümlich auszudrücken, in der Qualität beinahe gleichauf mit den Spitzenhabanos stehen. Was die Edición Limitada 2007, die fulminante Ingenios betraf, war das uneingeschränkt der Fall; ebenso beim im vorigen Oktober lancierten Robusto der Marke, der ein intensiv-würziges Raucherlebnis garantiert. Am Beispiel der Short Robusto T (Herstellungsbezeichnung Short Del Valle) indessen, kann man eine fragwürdige Entwicklung verfolgen. Eine Zigarre von 50er Ringmaß bei einer Länge von gerade einmal 102 mm für stolze 16,00 € anzubieten, zeugt von einem, na formulieren wir es mal zurückhaltend, ausgeprägten Selbstbewußtstein. Bei der Verkostung der gedrungenen Teile fragt sich der Aficionado allerdings ernsthaft, woher dieses Selbstbewusstsein resultiert. Freilich, die Zigarren sind noch jung und unausgereift, dennoch sollte man bei diesem Preis zumindest die Andeutung von etwas Besonderem erwarten dürfen, sei es nun ein ungewöhnliches Aromenspiel, Kraft oder Finesse. Wer dergleichen zu schmecken versucht, wird bitter enttäuscht, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Freilich ist es irgendwie Havanna, bringt vor allem Röstaromen und eine nussige Schärfe mit, allein alles was dem Teil abzuschmecken ist, kommt mit Brass daher, und sogar eine havannauntypische Bitterkeit ist nicht zu leugnen. Von einer ausgewogenen Kombination zu sprechen, wäre verfehlt. Insofern relativiert sich eine weitere Enttäuschung - die geringe Rauchdauer. Logisch, daß ein derart kurzes Format den Genießer nicht stundenlang unterhält. Doch die ähnlich große Magnum 48 beispielsweise, die im Vorjahr aus dem Hause H. Upmann zu uns gelangte, wie auch die D5 von Partagas aus dem Jahre 2008, machten ihre Sache deutlich besser. Die Rauchdauer betrug bei letzteren 50 bis 70 Minuten, während die kleine dicke Trinidad nach kaum mehr als einer halben Stunde zugrunde geht. Wenn man jetzt noch von einem unerfahrenen Raucher ausgeht, kann es sogar vorkommen, daß sich der Smoke unter 20 Minuten erledigt. Damit würde der Preis pro Minute Rauchzeit selbst den einer Zigarrenlegende wie der Cohiba Coseca 2003 deutlich übertreffen, deren 120 phantastische Minuten Rauchdauer für den Stückpreis von 85 € zu haben waren. Ihren Preis wird die Zigarre auch nach mehrjähriger Reifelagerung schwerlich rechtfertigen können. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen. Aber bitte, bilden Sie sich – wie immer – Ihre Meinung selbst.

Trinidad Short Robusto T der Edición Limitada 2010

 

Partagás Serie D Especial der Edición Limitada 2010

Um es gleich vorwegzunehmen, Partagás hält Wort und beschert uns zum Preis von 13 € pro Stück ein edles Rauchwerk der Sonderklasse. Bereits in der Vergangenheit waren die Limitadas aus dem Hause Partagás begehrt und vor allem von Freunden des intensiven Geschmacks geschätzt.
Auch die „Serie D Especial“, eine Gordito, also ein präsentabler Wonneproppen vom Ringmaß  50 bei einer Länge von 141 mm (das Format gab es bisher nur bei der „La Fuerza“ von San Cristóbal de La Habana) geizt nicht mit Aromen. Interessanterweise bleiben die für Partagás charakteristischen Weihrauchnoten dezent im Hintergrund, was auch diejenigen, die sich nicht zu den Freunden der Marke zählen, zum Selbstversuch bewegen sollte. Man wird rasch belohnt. Von Beginn an präsentiert sich die volle Bandbreite aller möglichen Mokka-, Espresso- und Kaffeearomen. Auch das unglaublich vielschichtige Spiel der schokoladigen und Kakaonoten reicht von Kakaomilch bis Zartbitterschokolade. Die Aromen wechseln permanent, die Nase bekommt dichtes Bouquet vom Feinsten. Auch eichige und Zedernaromen spielen eine Rolle. Dezent ist die Süße, die mit der Reifung ein wenig zunehmen dürfte. Bereits 6 Monate unter optimalen Bedingungen werden der jetzt bereits ausgezeichneten Zigarre zu großer Form verhelfen, von weiterer Reifung ganz zu schweigen. Den Rauchverlauf zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Die Zigarre steigt bei Stärke 6 (von 10) ein und schafft es schlußendlich bis zur 9, ohne dabei auch nur ein bißchen unangenehm zu werden, was bei einer vergleichsweise frischen Zigarre einiges an Kenntnisreichtum der Maestro-Ligadores bedeutet. Zungenbrenner heißt sowas in der blumigen Sprache der Aficionados. Viel deutlicher spricht der Vergleich: Man stelle sich eine riesige Mokka-Schokoladen-Nußtorte vor, dazu einen erlesenen Café Cuba Turquino in einer Zweilitertasse serviert und dann noch die bewundernswerte Fähigkeit, 90 Minuten lang ununterbrochen Torte in sich hinenzuschaufeln und im Kaffeegenuß zu schwelgen, ohne davon auch nur im Mindesten beeinträchtigt zu werden. Ganz schön schlaraffig die Gute, die rasch eine große Fangemeinde bekommen dürfte. Geliefert werden die hübschen in schickes Madurodeckblatt gekleideten Zigarren übrigens in der 10er SBN-Kiste, was das Zugreifen erleichtert.

Partagás Serie D Especial der Edición Limitada 2010

 

Nun freuen wir uns auf zwei vielversprechende Editionszigarren, die uns dieses Jahr noch erwarten: Montecristo Grand Edmundo EL 2010 und Por Larrañaga Robustos ER 2010. Sie ´hören´ von uns ...

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